Eco

Font resize Increase SizeDecrease SizeReset font to default

Frühling auf der Weide – wie Koppel und Pferd fit gemacht und Probleme vermieden werden

Die Temperaturen steigen, das Gras beginnt zu wachsen und alle wollen nur das eine: Raus ins Grüne! Doch Vorsicht, sowohl Pferde als auch Koppeln bedürfen der Vorbereitung auf die Weidesaison.

Viele Pferdeweiden weisen kahle Stellen auf oder sind durch Wühlmäuse und Maulwürfe in Mitleidenschaft gezogen worden. Hier sind das Abschleppen mit einer Wiesenegge und anschließendes Walzen wichtige Pflegemaßnahmen zur Instandsetzung. Kahle Stellen können jetzt mit einer geeigneten Koppelnachsaatmischung nachgesät werden. Hier gibt man lieber etwas mehr Geld für eine geprüfte und trittstabile Wiesenmischung aus, eine günstige Rasenmischung zahlt sich hier nicht aus. Mehrere heimische Saatgutzüchter bieten schmackhafte und pferdegerechte Gräsermischungen speziell für Weiden und Koppeln an.

Besonders wichtig ist es, den Boden von Weideparasiten wie Würmern, Magendasseln, Leberegeln und anderen zu entseuchen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Pferde mit dem Gras die für die Gesundheit gefährlichen Organismen aufnehmen. Wirksame Abhilfe schafft hier eine Düngung mit Kalkstickstoff. Je Hektar müssen 400 kg ausgebracht werden (entspricht 4 kg je 100 m. ²).

Nun fehlt noch die so genannte Grunddüngung mit Phosphat und Kali. Günstig ist diese mit einem kombinierten Phosphat-Kali-Dünger zu erledigen, z. B. mit Thomaskali. Achtung: Nach der Düngung sollen Pferde zwei Wochen nicht auf die gedüngten Flächen gelassen werden. Dann aber wächst gesundes und schmackhaftes Futter für die Pferde heran!

Denken Sie bitte daran, Ihre Pferde vor dem ersten Austrieb zu entwurmen. Die Pferde haben sonst ein hohes Risiko, wieder von Parasiten befallen zu werden.

Pferde brauchen eine gewissenhafte Vorbereitungsfütterung auf die Weidesaison. Junges Gras ist strukturarm, aber eiweiß- und energiereich. Erst ab ca. 30 cm Grashöhe kann ein Pferd seinen Rohfaserbedarf aus dem Gras decken. Rohfaser aber ist der Motor der Verdauung. Ein Pferd kann gut ohne Kraftfutter leben, jedoch nie ohne ausreichend Raufutter. Deshalb muss vor dem Austrieb gutes Heu und Futterstroh verabreicht werden. Bewährt hat sich auch eine Beifütterung von Heu und Stroh auf der Weide.

Das Anfüttern auf der Weide beginnt mit ca. 15 Minuten täglich – nicht länger! Jeden Tag wird die Zeit dann um etwa 5 Minuten gesteigert. So hat die Darmflora des Pferdes die Möglichkeit sich an die veränderte Nahrung anzupassen. Wird hier zu schnell vorgegangen können Durchfall, Kolik oder Stoffwechselprobleme die Folge sein.

Gefürchtet ist die Hufrehe. Wissenschaftliche Studien belegen mehrere Ursachen. Eine übermäßige Aufnahme an Gerste- und Maisstärke sowie Fruktane in Gras können Hufrehe hervorrufen. Fruktane bilden sich bevorzugt an kühlen Sonnentagen, also im Frühling und im Herbst. Hier verändert sich der Pflanzenstoffwechsel und es kommt zur Bildung gefährlicher Zuckerverbindungen. Werden dann noch stärkereiche Futtersorten verabreicht, steigt das Reherisiko deutlich an.

Die Kraftfuttermenge ist der veränderten Fütterung anzupassen. Hier ist jedes Pferd individuell zu betrachten. Zu viel an Kraftfutter ist eine Belastung für den gesamten Organismus und führt zu gesundheitlichen Problemen. Dagegen ist auf eine ausgewogene Versorgung mit Mineralien und Spurenelementen jetzt besonders zu achten. Hier lieber weniger aber besser verfügbare Mineralfuttersorten (organisch gebundene Mineralien) verwenden. Die bessere Wirkung und Bioverfügbarkeit rechtfertigt den höheren Preis für diese Produkte.

Einem schönen Weidesommer sollte dann nichts mehr im Wege stehen!

 

 

Ihr Team vom Landmarkt Gilching

Öffnungszeiten

Öffnungszeiten

Mo - Fr

08:00 - 18:00 Uhr
  durchgehend
 
Sa 09:00 - 13:00 Uhr

Kontaktdaten

Landmarkt Gilching GmbH
Gut Hüll 5, 82205 Gilching

Telefon:
+49 (0) 89 86369898

Telefax:
+49 (0) 89 86379906

E-Mail:
info(at)landmarkt-gilching.de

Internet:
www.landmarkt-gilching.de


Anfahrt
Impressum