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Theos Tipps im Mai


Theos Tipps im Mai

Liebe Gartenfreunde,

so schön der März, so schlecht der April. Zu trocken und zu kalt. Beides hat Schäden in unseren Gärten verursacht. Insbesondere das Steinobst hat vielerorts gelitten. Zur Blütezeit hatten wir nachts starke Fröste. Als Folge erfriert der Fruchtansatz. Da die Blüte nicht wiederholt werden kann, ist das für dieses Jahr nicht auszugleichen. Was kann man in Zukunft tun? Wichtig ist der Standort. In Bodenwellen und Tälern, sogenannten Frostfallen, sollten keine empfindlichen Pflanzen angebaut werden. Es hilft auch etwas, wenn man regionale Sorten bevorzugt. Diese sind ans regionale Klima langfristig angepasst. Weiterhin kann der Anbau unterschiedlicher Arten und Sorten helfen. Wenn man Frühblüher und Spätblüher gemischt anbaut, verteilt man die Chancen auf eine frostfreie Blüte. Wenn es dann doch sehr kalt wird, hilft die Beregnung. Das Wasser gefriert an den Blüten und dabei wird Wärme freigesetzt (Kristallisationswärme). Winzer und Obstbauern setzen auch Hubschrauber ein, um kalte mit warmer Luft zu vermischen. Weiterhin können Paraffinlichter in den Kulturen Wärme erzeugen.

Im Mai erreicht die Gartensaison ihren Höhepunkt. Bitte bei der Anlage der Gemüsebeete den Fruchtwechsel im Auge behalten. Wird dieselbe Frucht hintereinander im gleichen Beet angebaut, nehmen Krankheiten und Schädlinge zu. Es gibt noch weitere Vorteile. Manche Pflanzen bedecken den Boden so gut, dass Unkraut wenig Chancen hat. Im Anschluss daran pflanzt man Pflanzen, denen das Jäten nicht gut tut. Kartoffeln sind in diesem Sinn gute Vorfrüchte. Sie lockern auch den Boden. Andererseits sind da die Leguminosen (Hülsenfrüchte wie Bohnen und Erbsen gehören dazu). Diese binden den Stickstoff, wovon Starkzehrer wie Zwiebelgewächse profitieren. Kohl sollte nur alle 3-4 Jahre im selben Beet gepflanzt werden, dann wird der Entwicklungszyklus von Pflanzenkrankheiten unterbrochen. Vereinfacht ausgedrückt teilt man den Garten in vier Beete. Im ersten stehen Hülsenfrüchte wie Bohnen und Erbsen, im zweiten Zwiebelgewächse wie Lauch, Knoblauch, Steckzwiebeln, im dritten die Nachtschattengewächse wie Kartoffeln und im vierten die Kohlsorten wie Grünkohl, Blumenkohl oder Brokkoli. Führen Sie Buch, was in welchem Jahr gepflanzt worden ist. Ich jedenfalls bin schon mal ganz schön durcheinander gekommen.

Schon mal vom Blümchensex gehört? Dies kann man z.B. mit Kürbissen machen. Normalerweise bestäuben Insekten die Kürbisse. Diese fliegen von männlichen zu weiblichen Blüten und bestäuben diese mit anhaftenden Pollen. In kalten Jahren, wenn die Insekten nicht fliegen, kann man nachhelfen. Am Kürbis sind weibliche und männliche Blüten. Die weiblichen erkennt man an der kleinen Verdickung in der Mitte. Nun entfernt man die Deckblätter der männlichen Blüte und führt die Staubbeutel der männlichen Blüte an die Narbe der weiblichen Blüte und überträgt die Pollen. So ist das mit den Bienchen!

Und nicht vergessen. Nicht nur arbeiten, sondern auch genießen. Bald kommen die Hollerblüten. Hieraus lassen sich herrliche prickelnde Getränke zaubern.


Euer Theo

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